Verantwortungsvolles Spielen: Eine Checkliste für jede Sitzung
Piloten gehen vor jedem Flug eine Checkliste durch, auch wenn sie die Maschine in- und auswendig kennen. Eine ähnliche Routine tut auch Spielenden gut. Wenn Sie Chicken Road spielen, treffen Sie nach jedem Schritt eine Entscheidung zwischen Weitergehen und Auszahlen. Je länger eine Sitzung dauert, desto schwerer fällt diese Entscheidung. Das Spiel richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren, und Glücksspiel kann süchtig machen. Es dient der Unterhaltung und bringt keinen sicheren Ertrag.
Die Checkliste auf dieser Seite hat fünf Teile. Sie prüft zuerst Ihr Verhalten, dann Geld, Zeit und Rahmenbedingungen. Zum Schluss nennt sie Anlaufstellen für den Fall, dass Sie mehr Unterstützung brauchen. Gehen Sie die Punkte vor dem Spielen durch, nicht währenddessen.
Punkt 1: Das eigene Verhalten prüfen
Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Fragen Sie sich, wie das Spielen in den letzten Wochen verlaufen ist. Die meisten Menschen spielen ohne Probleme, doch ein Teil gerät in eine Schieflage, die sich langsam aufbaut. Frühe Zeichen sind unter anderem diese:
- Sie spielen nach Feierabend regelmäßig länger als geplant.
- Sie setzen mehr ein, wenn Sie vorher verloren haben.
- Sie denken während der Arbeit an das nächste Spiel.
- Sie streiten mit Ihrem Umfeld über Geld oder Zeit.
- Sie nutzen Spiele, um Probleme auszublenden.
- Sie nehmen Geld aus Rücklagen, das für andere Zwecke gedacht war.
Treffen zwei oder mehr zu, ist eine Pause angebracht. Die Spielregeln erklären Begriffe zu Einsatz und Auszahlung, ersetzen aber keine Beratung. Wenn Sie sich unsicher fühlen, besprechen Sie Ihre Lage mit einer Beratungsstelle. Die Stellen am Ende der Seite sind dafür gedacht. Bleiben Sie auch bei guter Laune wachsam, denn Probleme zeigen sich oft gerade in Phasen, in denen alles zu laufen scheint. Ein Vergleich mit früheren Wochen macht Veränderungen sichtbar.
Punkt 2: Geld begrenzen und aufschreiben
Schreiben Sie vor Beginn drei Zahlen auf: Budget, Einsatz je Runde und Verlustgrenze. Ein Beispiel zeigt, wie das aussehen kann. Bei 40 € Budget und 0,35 € Einsatz je Runde sind bis zu 114 Runden möglich. Als Stop-Loss legen Sie 45 % fest, also 18 €. Wer 18 € verloren hat, beendet die Sitzung und zahlt am selben Tag nichts nach.
Prüfen Sie danach, woher das Geld kommt. Es sollte aus dem Teil Ihres Einkommens stammen, der nach allen Fixkosten übrig bleibt. Kredite, Überziehungen und Rücklagen gehören nicht dazu. Das Geld darf auch dann nicht fehlen, wenn Sie komplett verlieren.
Gerade Anbieter werben gern mit zusätzlichem Guthaben. Wer bei den Chicken Road Casinos Aktionen nutzt, sollte die Umsatzbedingungen kennen. Sie verlangen oft, dass Sie ein Vielfaches des Bonus einsetzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Das kann Ihr Budget schneller aufbrauchen, als Sie erwarten. Ein Einzahlungslimit beim Anbieter, vor der ersten Einzahlung gesetzt, begrenzt das Risiko.
Ein praktischer Trick ist die Trennung der Konten. Richten Sie, wenn der Anbieter es zulässt, einen festen Betrag für den Monat ein und zahlen Sie nicht spontan nach. Wer ein Konto leergespielt hat, sollte bis zum nächsten Monat warten. Nachzahlen am selben Abend ist das häufigste Muster bei wachsenden Verlusten. Vermeiden Sie es konsequent, auch wenn der Anbieter es leicht macht.
Punkt 3: Zeit und Pausen planen
Stellen Sie einen Timer auf höchstens 40 Minuten. Wenn er klingelt, spielen Sie die laufende Runde zu Ende und hören auf. Gönnen Sie sich danach eine Pause von einer Viertelstunde mit Bewegung oder einem Gespräch. Entscheiden Sie erst danach, ob eine weitere Sitzung sinnvoll ist.
Im Netz kursieren viele Chicken Road Tricks, die angeblich Gewinne sichern. Eine seriöse Aussage dazu gibt es nicht, denn eine Vorhersage ist nicht möglich. Hilfreich sind nur Regeln, die Ihr Geld und Ihre Zeit begrenzen. Spielen Sie nie, um einen Verlust auszugleichen. Lassen Sie das Spiel ruhen, wenn Sie gestresst, erschöpft oder alkoholisiert sind.
Ergänzen Sie die Checkliste um eine Auswertung am Ende der Woche. Wie viel Zeit und Geld hat das Spielen gekostet? Hat es Spaß gemacht, oder war es eher Gewohnheit? Wer ehrlich antwortet, erkennt Trends früh. Passen Sie Ihre Grenzen an, sobald die Antworten schlechter werden.
Punkt 4: Schutzsysteme kennen
OASIS heißt die bundesweite Sperrdatei für Spielende. Sie können sich dort eintragen lassen, und angeschlossene Anbieter lassen Sie dann nicht mehr spielen. Die Sperre ist als Notbremse gedacht, wenn die eigenen Regeln nicht mehr genügen. Sie gilt bei allen angeschlossenen Anbietern gleichzeitig. Überlegen Sie vorab, ob dieser Schritt zu Ihrer Situation passt.
LUGAS erfasst Einzahlungen bei mehreren Anbietern und sieht bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis ein Limit von 1.000 € im Monat vor. Ob ein Anbieter an OASIS oder LUGAS angeschlossen ist, hängt vom Anbieter ab. Die Vergleichsübersicht gibt die Angabe laut Anbieter wieder und nimmt keine Bewertung vor. Fragen Sie vor der Registrierung nach den Schutzfunktionen und prüfen Sie die Antwort selbst. Die Systeme bilden ein Netz, das Ihre eigenen Regeln unterstützt, aber nicht ersetzt.
Punkt 5: Hilfe in Anspruch nehmen
Das Portal check-dein-spiel.de der BZgA bietet einen Selbsttest und Informationen. Auf buwei.de gibt es Unterstützung für Spielende und Hinweise zur Beratung. Die BZgA-Telefonberatung erreichen Sie unter 0800 1 37 27 00, der Anruf kostet nichts. Dort sprechen Sie mit Fachleuten, die Ihnen Wege zeigen. Die Beratung ist freiwillig und vertraulich.
Auch Fragen zu Limits und Sperren sind erlaubt, ebenso Fragen aus der Sicht von Angehörigen. Notieren Sie sich vorher Stichpunkte, das erleichtert den Einstieg. Wer lieber zuerst liest, nutzt den Selbsttest und ruft später an. Beides ist ein guter Weg, solange Sie überhaupt den ersten Schritt tun.
Spielsucht Hilfe finden Sie zudem in Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen vor Ort. Viele Betroffene berichten, dass schon das erste Gespräch Druck nimmt. Warten Sie nicht auf einen Tiefpunkt. Ein Anruf bei den genannten Stellen genügt als Anfang. Sie müssen im ersten Gespräch nichts beweisen und keine Entscheidung treffen. Es reicht, die eigene Sorge zu schildern und zuzuhören, welche Möglichkeiten es gibt.
Zusatz: Wenn Angehörige betroffen sind
Wer sich um einen Menschen sorgt, kann die Checkliste gemeinsam durchgehen. Sprechen Sie ruhig an, was Sie bemerken, ohne Schuld zuzuweisen. Geben Sie kein Geld für weiteres Spielen. Beratungsstellen helfen auch Angehörigen. Pflegen Sie weiterhin gemeinsame Aktivitäten, die nichts mit Glücksspiel zu tun haben. Das stärkt die Beziehung und zeigt, dass die Person mehr ist als ihr Spielverhalten.